Sonntag, 7. August 2016

Tag 11

Sa, 06.08.16
Hurra! Ich war bei Cash Crusaders, der Laden hatte geöffnet, und sie hatten Gitarren. Ich habe die günstigste genommen, eine Maxwell MX34, eine niedliche kleine Konzertgitarre, von der Größe her müsste sie eine 1/2 sein. Kein überwältigendes Instrument, aber für 420 ZAR, also nicht mal 28 EUR, ist sie absolut wunderbar. Als ich die Kleine nach Hause trug, wurde ich auch gleich auf sie angesprochen, nämlich von einem jungen Mann mit dem denkbar undankbaren Job, in der Einfahrt einer gesperrten Straße zu stehen und eine rote Flagge zu schwenken, damit dort niemand hineinfährt. Leider war die Gitarre aber noch überaus ungestimmt, sodass ich nicht spontan mit ihm musizieren konnte.

Dann habe ich einen Nudelsalat gemacht, denn am Abend wollten wir bei uns im Garten die südafrikanische Form von Barbecue veranstalten, die unter der Bezeichnung Braai bekannt ist. Zumindest dachte ich, dass das Ganze im Garten stattfinden würde. Letztlich war es dafür aber zu kalt und zu windig. Ine, Sandro und zwei von Ines Freunden haben tapfer gegen den Wind angegrillt, aber die Party fand im Wohnzimmer und in der Küche statt. Sie wurde auch größer als ich es erwartet hatte, es kamen einige Internationale vorbei. Außerdem kam Jorgina, eine unserer zwei Haus-Buddys (oder so). Die Stimmung war gut, das Essen auch (ich habe südafrikanische Boerewors probiert, eine Art Bratwurst – essbar, aber nicht überragend, Schulnote 3), es wurde ein schöner Abend. Was für mich die vielen netten Gespräche und das Ausprobieren meiner neuen Gitarre dabei noch übertraf, war, dass ich festgestellt habe, dass mein Mitbewohner Sandro aus der Schweiz in Stimmfarbe, Intonation und teilweise sogar Wortwahl exakt wie Erlangen-Hamburg-Kevin klingt. Halb gruselig, halb witzig.

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