Fr, 19.08.16
Heute war ein unaufgeregter Bürotag. Morgens hatten wir (Margie, Meghan, Zukisani und ich) eine Art Lagebesprechung: alles wunderbar. Von Margie habe ich mir, als ich, bevor ich kurz am Magnet-Mac arbeiten wollte, die dreckige speckige Tastatur saubergemacht habe, ein „You are being German, Andreas!“ anhören müssen. Ich habe Fotos sortiert, wir haben Ekhaya-Performer Athenkosi interviewt und videoaufgenommen, ich habe Athenkosis und Jasons Interviews transkribiert. Ich habe lange nach authentischer frei nutzbarer südafrikanischer Musik für unseren Crowdfunding-Trailer gesucht, um am Schluss, als ich endlich ein gutes Stück gefunden hatte, festzustellen, dass ich wahrscheinlich doch keine Musik brauche. Ich habe einen kurzen Testausschnitt des Trailers erstellt und zufrieden festgestellt, dass das Video erstens gut werden könnte, und zweitens, dass ich in Sachen „worauf man bei einem gefilmten Interview achten muss“ doch einiges aus dem Medienwissenschafts-Studium behalten habe. Gegen Feierabend haben Meghan und ich noch Lwanda zugehört, der eine seiner (wie so oft etwas kruden) Lebensweisheiten preisgab, diesmal zum Thema Kinderkriegen und Beziehungen. Lwanda, 28 Jahre, hat mit Beviol, 21 oder 22, einen einjährigen Sohn, wie ich bei der Gelegenheit erfahren habe. Zizipho hat auch schon ein Kind, Luthando ebenfalls. Was in westeuropäischen Augen eher früh wirkt, ist hier offenbar gar nicht so unnormal. Und damit: Wochenende.
Bzw. hier noch das Lied, das ich nun wohl doch nicht verwenden werde. Lwanda zufolge ist es ein sehr bekanntes Lied, das hier gern zu verschiedenen Gelegenheiten gesungen wird, und das sich nach home anfühlt:
https://archive.org/details/Shoshaloza

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