Sa, 15.10.16
Heute Nachmittag kamen Julia, Paula und
Salome wieder, letztere verabschiedete sich kurz darauf in Richtung
Flughafen. Julia und Paula blieben, beide rechtschaffen müde, und
richteten sich häuslich ein. Abends kochte ich etwas und wir aßen
gemütlich. Um halb zehn gingen die beiden schon schlafen, während
ich den restlichen Abend in der Stube auf dem dort noch verbliebenen
Sofa (auf dem anderen schlummert Julia) verbrachte.
So, 16.10.16
Nach dem entspannten Frühstück haben
Julia und ich uns noch einmal kurz hingelegt, Paula schrieb Postkarten. Dann
nahmen wir um die Mittagszeit herum ein Uber zur V & A Waterfront („Die Victoria & Alfred Waterfront ist eine Waterfront,
bestehend aus einem restaurierten Werft- und Hafenviertel rund um die
beiden historischen Becken des Hafens von Kapstadt in Südafrika“,
Wikipedia). Zwischen gefühlt hunderten anderen Deutschen aßen wir dort im Food Market zu Mittag; ich aß ein
Kudu-Shwarma, also Brot mit Salat und Antilopenfleisch. Paula und
Julia hatten einen Spieß mit vier verschiedenen Sorten exotischem
Fleisch (Warzenschwein, Strauß, Krokodil, Zebra).
Danach kauften die beiden viele viele
Mitbring-Geschenke für Freunde und Familie, ich nicht. Der
Handwerkermarkt war trotzdem sehr schön. Ich habe mich erst mit
einem Herrn unterhalten, der handgefertigte Ironwood-Statuen aller
Größen verkauft; er und seine drei Brüder stellen die her, erzählte er mir.
Danach habe ich mich eine ganze Weile mit einem Herrn unterhalten
(bzw. mich von ihm unterhalten lassen), der seit 14 Jahren E-Gitarren
mit Ölkanister-Korpus herstellt („Township Guitars“). Er erzählte mir eine ganze Menge
über seine Gitarren, über Musik und über Leute, die er schon
getroffen hatte (z.B. einen Professor aus Frankreich, der ganz toll
Gitarre spielen konnte), während er mir auf einer seiner Gitarren
etwas vorspielte. Ich durfte auch einmal, das Instrument spielte sich tatsächlich
gut und klang auch so.
Dann holten Julia und Paula sich noch etwas zu essen, bevor wir uns erst ans Hafenbecken setzten und dann ein wenig daran entlangschlenderten. Die Temperatur war angenehm, die Sonne schien,
es war ein schöner Tag. Wir gingen in einen weiteren Laden und in die mit
Statuen und Masken vollgepfropfte Galerie im Stockwerk darüber,
bevor wir das letzte Tageslicht wieder draußen genossen.
Mit einem Uber ging es wieder zurück,
Hin- und Rückfahrt zusammen haben knapp 150 Rand (ca. 9,50 Euro)
gekostet. Wieder in der Station Rd aßen wir zu Abend und tüdelten ein
wenig herum. Helen gab uns den Extraschlüssel zu unserer Wohnung sowie
ein Extra-Handy inkl. Sim-Karte, das sie noch hatte. Beides wird für Julia und Paula
praktisch sein, das Handy insbesondere, um Ubers zu bestellen (den
Account haben wir schon eingerichtet und uns über meinen
Einladungscode sogar Freifahrten gesichert). Helen und Ine gaben uns
außerdem Tipps, was wir in den nächsten Tagen noch alles anstellen
könnten. Toi toi toi, dass die Planung mit bzw. ohne Magnet so
klappt, wie ich es mir vorstelle.




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