Montag, 17. Oktober 2016

Die Tage 71 und 72

Sa, 15.10.16
Heute Nachmittag kamen Julia, Paula und Salome wieder, letztere verabschiedete sich kurz darauf in Richtung Flughafen. Julia und Paula blieben, beide rechtschaffen müde, und richteten sich häuslich ein. Abends kochte ich etwas und wir aßen gemütlich. Um halb zehn gingen die beiden schon schlafen, während ich den restlichen Abend in der Stube auf dem dort noch verbliebenen Sofa (auf dem anderen schlummert Julia) verbrachte.

So, 16.10.16
Nach dem entspannten Frühstück haben Julia und ich uns noch einmal kurz hingelegt, Paula schrieb Postkarten. Dann nahmen wir um die Mittagszeit herum ein Uber zur V & A Waterfront („Die Victoria & Alfred Waterfront ist eine Waterfront, bestehend aus einem restaurierten Werft- und Hafenviertel rund um die beiden historischen Becken des Hafens von Kapstadt in Südafrika“, Wikipedia). Zwischen gefühlt hunderten anderen Deutschen aßen wir dort im Food Market zu Mittag; ich aß ein Kudu-Shwarma, also Brot mit Salat und Antilopenfleisch. Paula und Julia hatten einen Spieß mit vier verschiedenen Sorten exotischem Fleisch (Warzenschwein, Strauß, Krokodil, Zebra).

Danach kauften die beiden viele viele Mitbring-Geschenke für Freunde und Familie, ich nicht. Der Handwerkermarkt war trotzdem sehr schön. Ich habe mich erst mit einem Herrn unterhalten, der handgefertigte Ironwood-Statuen aller Größen verkauft; er und seine drei Brüder stellen die her, erzählte er mir. Danach habe ich mich eine ganze Weile mit einem Herrn unterhalten (bzw. mich von ihm unterhalten lassen), der seit 14 Jahren E-Gitarren mit Ölkanister-Korpus herstellt („Township Guitars“). Er erzählte mir eine ganze Menge über seine Gitarren, über Musik und über Leute, die er schon getroffen hatte (z.B. einen Professor aus Frankreich, der ganz toll Gitarre spielen konnte), während er mir auf einer seiner Gitarren etwas vorspielte. Ich durfte auch einmal, das Instrument spielte sich tatsächlich gut und klang auch so.

Dann holten Julia und Paula sich noch etwas zu essen, bevor wir uns erst ans Hafenbecken setzten und dann ein wenig daran entlangschlenderten. Die Temperatur war angenehm, die Sonne schien, es war ein schöner Tag. Wir gingen in einen weiteren Laden und in die mit Statuen und Masken vollgepfropfte Galerie im Stockwerk darüber, bevor wir das letzte Tageslicht wieder draußen genossen.

Mit einem Uber ging es wieder zurück, Hin- und Rückfahrt zusammen haben knapp 150 Rand (ca. 9,50 Euro) gekostet. Wieder in der Station Rd aßen wir zu Abend und tüdelten ein wenig herum. Helen gab uns den Extraschlüssel zu unserer Wohnung sowie ein Extra-Handy inkl. Sim-Karte, das sie noch hatte. Beides wird für Julia und Paula praktisch sein, das Handy insbesondere, um Ubers zu bestellen (den Account haben wir schon eingerichtet und uns über meinen Einladungscode sogar Freifahrten gesichert). Helen und Ine gaben uns außerdem Tipps, was wir in den nächsten Tagen noch alles anstellen könnten. Toi toi toi, dass die Planung mit bzw. ohne Magnet so klappt, wie ich es mir vorstelle.

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