Fr, 14.10.16
Heute Morgen war Margie nicht da, dafür
war heute Nachmittag Jenny H. nicht mehr da; die beiden hatten
getauscht. Jenny H. ist, so viel kann aus dieser Erfahrung
mitgenommen werden, eindeutig eine angenehmere, da entspanntere
Nachmittags-Chefin. Auch, da sie gerne selbst ein bisschen früher
Schluss macht. Margie stattdessen lässt einen nach vier noch Sachen
machen wie eine wichtige E-Mail ans südafrikanische Department of
Arts and Culture schreiben. Nichts gegen Margie, aber puh.
Was war den Tag über so los? Alle
haben sich über meine Fotos von gestern gefreut. Biltong wurde in Tütchen verpackt. Die
Trainees kamen von ihrem Auftritt nebenan bei Woolworths zurück, der
Stimmung nach zu urteilen lief es ausgezeichnet. Yonela hat
bestätigt, dass sie Meghan und mich am Donnerstag gegen eins abholen
und mit uns ins Township fahren wird. Ich habe Ducati-Ilaria mit
einer schön ausgearbeiteten Bewerbung um eine Spende
zurückgeschrieben; sie rief mich daraufhin nachmittags noch mal an,
sie war wieder extrem leise, ich musste mich sehr anstrengen, um sie
verstehen zu können. Immerhin waren die Trainees gerade nicht
wieder am Singen. Ilaria meinte, sie habe die Anfrage weitergeleitet.
Wenn die entsprechenden Leute interessiert seien, würden diese uns
bald kontaktieren. Wenn nicht, dann nicht. Also abwarten und hoffen.
Heute Vormittag habe ich außerdem mit
Nwabisa zusammen ein Poster für ihre Show entworfen, bzw. haben wir
sieben verschiedene Versionen ausprobiert. Hier diejenige, für die
wir uns wahrscheinlich entschieden haben, und außerdem (weil wieso nicht) zwei Logos, die
ich für Zukisani bzw. für den Online-Ticketverkauf gemacht habe:
Heute Morgen war auch
Clanwilliam-Zanne da, die laut Magnet-Website für Magnet als
„Trainee Administrator Facilitator in the Cederberg Municipality
for the Community Arts Project“ arbeitet. Zanne hatte gute
Neuigkeiten für mich: Ich hatte ihr neulich einen Brief mit drei
Fotos geschickt, Fotos von und für eine meiner
Clanwilliam-Freundinnen, von mir als Aiza geführt, die tatsächlich
Aisha genannt wird, aber eigentlich Kim heißt. Zanne hatte der
Kleinen neulich schon erzählt, dass da ein Brief für sie kommen
würde. Nun meinte Zanne heute Morgen zu mir, Kim sei gestern vor der
Schule aufgeregt zu Zanne nach Hause gerannt gekommen um zu fragen,
ob Zanne schon etwas für sie habe. Hatte sie. Und Kim habe sich sehr
gefreut – was wiederum mich sehr freut. Wenn es einfacher und
letztlich auch günstiger wäre, würde ich ja noch mehr Kindern ihre
Fotos schicken, einfach damit auch die Kleinen Erinnerungsfotos
haben, Fotos von sich selbst, und nicht nur Magnet und die
Festival-Facilitators. Aber ja, geht eben leider nicht. Deswegen bin
ich jetzt ganz glücklich, dass es zumindest für Kim möglich war.
Kurz vor elf Uhr abends kamen Paula, Julia
und deren Freundin Salome bei mir an. Julia und Paula werden bis nächsten Freitag in Kapstadt und ab morgen bei mir sein. Als sie heute Abend zum Abladen ihrer Koffer vorbeikamen, waren die drei gerade eine knappe Stunde
durch die Gegend gegurkt auf der Suche nach meinem Domizil inkl. mehrmaligem Dranvorbeifahren. Gerettet
hat sie letztlich, dass sie schließlich gesehen haben, dass ich in der Tür
stand und gewartet habe, d.h. im abgeriegelten Gärtchen. Alle drei waren nach einem langen langen Tag nicht mehr sehr gesprächig; morgen wollen sie außerdem um vier aufstehen, um dem Sonnenaufgang vom Lion's Head aus beizuwohnen. Ich bin gespannt, in welcher Verfassung sie morgen Nachmittag wieder bei mir eintrudeln.
Ach, übrigens: In der Uni geht's offenbar auch rund. Runder als man sich wohl wünschen würde.
Ach, übrigens: In der Uni geht's offenbar auch rund. Runder als man sich wohl wünschen würde.



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