Fr, 19.11.16
Der Freitagmorgen war wieder herrlich
sonnig und warm. Zum Frühstück gab es Straußen-Rührei (das nicht
viel anders schmeckt als Hühner-Rührei) und Bacon; ich hatte extrem
viel Bacon diese Woche über.
Um viertel vor neun ging es wieder los,
die anderen abholen. Wir setzten Kailash in irgendeinem
Wildleben-Park ab, wo er u.a. Fotos von sich und einem Leopard machen
lassen konnte, dann fuhren wir weiter zu den Cango Caves:
Die Cango Caves sind ein Höhlensystem in Südafrika, Provinz Westkap und werden zu den schönsten Höhlensystemen der Welt gezählt.Das Höhlensystem liegt in den Swartbergen (in der Kleinen Karoo nördlich von Oudtshoorn) und besteht aus drei Abschnitten (Cango 1, 2 und 3) mit einer Gesamtlänge von über vier Kilometern.Die erste und größte Kammer ist etwa 90 Meter lang, 50 Meter breit und bis zu 18 Meter hoch. Der schmalste Abschnitt („Letterbox“ genannt) hat einen Abstand von 60 cm von der Decke bis zum Boden und ist ca. 5 Meter lang.https://de.wikipedia.org/wiki/Cango_Caves
Für die Besichtigung der
Tropfsteinhöhle gibt es zwei Varianten: normal und Abenteuer. Henri
und ich wählten letztere, alle anderen waren nicht schmal genug
oder fühlten sich zu alt für die Krabbeltour. Im Eingangsbereich
konnte man nämlich schon mal probeweise durch einen Spalt in
Originalgröße durchklettern: groß war er nicht.
Unsere Abenteuer-Gruppe bestand aus
rund 15 jungen, schmalen Menschen aus verschiedenen europäischen
Ländern, unser Guide war ein körperlich kleiner, freundlicher Südafrikaner.
Während die normale Tour die Besucher nur durch die großen Hallen
des Höhlenkomplexes führte, die frei zu Fuß über breite, gut
ausgeleuchtete Steinwege zugänglich sind, stießen wir tiefer in die
Höhlen vor. Und das wie gesagt durch kleinste Spalten, seitwärts,
auf dem Boden rutschend, bäuchlings krabbelnd, nach oben und nach
unten. Nach jeder engen Passage gab es eine größere Höhle zum
Ausruhen bzw. Warten auf die anderen. Henri und ich waren immer mit
die ersten, die durch die Spalten kletterten, daher konnten wir die
anderen gut bei ihrem Kampf beobachten. Die 90 Minuten, die die
Abenteuertour dauert, sind dann auch hauptsächlich den langen
Wartezeiten geschuldet.
Ich wunderte mich ein wenig, wie
einfach die Tour dann doch war. Ich hatte am Anfang ein wenig Bammel;
wie sich herausstellte, gingen mir die Kletter-und-Quetsch-Partien
aber wesentlich leichter von der Hand als den meisten anderen. Ich
hatte weder mit dem Tunnel of Love, noch mit Devil's Chimney, noch
mit der Letterbox irgendwelche Probleme. Eine unerwartete, aber
freudige Erkenntnis.
Nachdem wir fertig waren, warteten wir
auf die große Gruppe, die u.a. berichtete, dass ihr Guide in der
großen Halle (die vor einigen Jahrzehnten mal als Konzerthalle
gedient hatte, bis Besucher anfingen, unerlaubt weiter in die Höhlen
vorzudringen und die Tropfsteine zu beschädigen) ein Lied gesungen
habe, um die Akustik vorzuführen. Dann ging es wieder weiter. Die
Cango Caves waren der letzte echte Programmpunkt gewesen, nun
mussten wir eigentlich nur noch nach Kapstadt zurückkommen.
Wir legten hier und da einen
Zwischenstopp ein, unter anderem bei Ronnies Sex Shop, einem ehemals
als Gemüseladen angedachten Gebäude namens Ronnies Shop, das
Freunde von Ronnie aber alsbald eigenmächtig mit Pinsel und Farbe
umbenannten, und das nunmehr eine berühmte, geradezu ikonische Bar
mitten im Nichts der Halbwüste ist.
Unser nächster Stopp war gegen viertel
vor vier ein Restaurant in Barrydale an der Route 62. Ich aß dort
jedoch nichts, da ich in weiser Voraussicht, dass wir so schnell
nichts mehr zu essen bekommen würden, mittags schon eine leckere Pizza von
Debonairs, einer Pizzakette, gegessen hatte (für umgerechnet gerade
mal 3,60 Euro). Nachdem die anderen sich gestärkt hatten, gingen wir
in den auf der anderen Straßenseite gelegenen Souvenirladen, der von
einem älteren deutschen Mann geleitet wurde, und in dem die dort
angestellte Zanne unsere Susanne ein wenig auf freundliche Art
veralberte.
Dann schossen wir ein paar Gruppenfotos
als Erinnerung an unsere kleine lustige Reisegemeinschaft. Die Bilder, die
mit Charlottes Kamera gemacht wurden, sind glaube ich besser
geworden, hier aber trotzdem das von meinem Apparat. Von links nach rechts, linke Gruppe: Caroline, Betty, Remko, Henri, hockend Susanne; rechte Gruppe: Charlotte und ich, hockend Benjamin und Kailash.
Via Montagu legten wir dann das letzte
Stück zurück, standen dabei an einer Baustelle eine Weile im
Ampel-Wartestau, und kamen letztlich in Somerset West an, wo wir mit
großem Auf Wiedersehen Susanne verabschiedeten.
Von Somerset West aus fuhren wir weiter, um die beiden Holländer abzuliefern, ebenfalls mit umarmungsreicher Verabschiedung. Dann mussten wir nervigerweise noch mit einer Umleitung kämpfen, und kamen, anders als eigentlich geplant, nicht zwischen fünf und sechs, sondern gegen acht in der Kernstadt von Kapstadt an. Kurz nach acht setzte Benjamin mich in der Station Rd ab, wo es das für mich letzte kollektive Tschüss gab. Ich drückte Benjamin noch 70 Rand Trinkgeld in die Hand, also ca. 4,60 Euro. Wir hatten eigentlich abgemacht, pro Person 100 zu geben, ca. 6,50 Euro, die hatte ich aber nicht mehr in bar; beides erscheint mir aber sowieso ein wenig wenig, aber naja.
Von Somerset West aus fuhren wir weiter, um die beiden Holländer abzuliefern, ebenfalls mit umarmungsreicher Verabschiedung. Dann mussten wir nervigerweise noch mit einer Umleitung kämpfen, und kamen, anders als eigentlich geplant, nicht zwischen fünf und sechs, sondern gegen acht in der Kernstadt von Kapstadt an. Kurz nach acht setzte Benjamin mich in der Station Rd ab, wo es das für mich letzte kollektive Tschüss gab. Ich drückte Benjamin noch 70 Rand Trinkgeld in die Hand, also ca. 4,60 Euro. Wir hatten eigentlich abgemacht, pro Person 100 zu geben, ca. 6,50 Euro, die hatte ich aber nicht mehr in bar; beides erscheint mir aber sowieso ein wenig wenig, aber naja.
Und dann war ich wieder zu Hause und
die fünftägige Garden Route Tour vorbei. Schön war sie, sehr schön. Hat viel Spaß gemacht. Gute Entscheidung, sie zu buchen.
Ein großes Danke an Benjamin und BokBus, und ein großes Danke an
unsere witzige Reisegruppe. So habe ich jetzt endlich doch noch etwas
von Südafrika, diesem wirklich wunderschönen Land, gesehen.
Zum Abschluss noch zwei Zahlen:
Ich habe in dieser Woche gerade einmal
rund 45 Euro ausgegeben. Das ist ziemlich gut, würde ich sagen.
Andere waren da weniger sparsam.









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