Sa, 12.11.16
Heute fuhr ich kurz nach halb zehn mit
Sinakho zur Old Biscuit Mill, wir wollten dort frühstücken (was wir
auch taten, ich aß eine Art Flammkuchen) und ich wollte nach einem Hut
und einer zweiten SD-Karte für meine Kamera für nächste Woche
suchen (was wir ebenfalls taten). Die SD-Karten-Idee wurde aber
schnell wieder verworfen, meine eine sollte eigentlich reichen, befanden wir.
Da wir an der Old Biscuit Mill hutmäßig
nicht fündig wurden, fuhren wir weiter an die V&A Waterfront.
Dort fanden wir zwar einen Hut, der gar nicht schlecht und nicht zu teuer
war; letztlich entschied ich mich aber doch dagegen, ihn zu
kaufen. Es sollte (z.B. angesichts des Wetterberichts für nächste
Woche) auch ohne gehen. (Ich habe allerdings ein bisschen Angst, dass ich
diese Entscheidung noch bereuen werde.)
Übrigens auch an der Waterfront, und
auch hier fühlt sie sich für mich total fehl am Platze an:
Weihnachtsdekoration.
Gegen zwei waren wir wieder in der
Station Rd, Sinakho uberte nach Hause, ich ging zu Magnet. Dort war die
dritte, vorletzte Show von „23“ gerade im Gange. Als sich die
Aufführung dem Ende entgegenneigte, ging ich noch kurz zur Bühne.
Anschließend schoss ich ein paar Fotos vom Drumherum.
Als ich gerade wieder nach Hause gehen
wollte, fragte ich Meagan, Beviol und Zizipho, die etwas unglücklich
draußen herumsaßen, was sie bis zur nächsten Vorstellung machen.
Warten. Wollt ihr mit zu mir kommen? Oh ja – gibt's da was zu essen?
Joa, ich kann ein paar Nudeln machen. Juhu!
Als wir uns dann zu mir auf den Weg
machten, waren es aber plötzlich nicht mehr drei, sondern acht
Leute, die mir folgten: sieben der Trainees (alle außer Lwando) und
Tina, eine ehemalige Trainee. Gut, aber wieso nicht. Sie setzten sich
zuerst ins Wohnzimmer, gingen auf meinen Tipp hin aber weiter
in den Hinterhof. Dort hatten sie eine kurze freundliche Begegnung
mit Helen, vor deren Fenster die Stühle standen, auf die sich alle
setzten. Ich ging hinein, da ich schnell Fotokram für Nwabisa machen
wollte. Gerade als ich damit fertig war, kamen die Trainees wieder ins
Wohnzimmer, draußen war es zu windig.
Ach ja, Essen? Ich hatte zwar nicht mit acht sondern mit drei gerechnet, aber gut. Ich kochte eine 500-Gramm-Packung Spaghetti, briet schnell drei kleingeschnittene Baby Marrows und eine Zwiebel an, und tat alles zusammen mit einem großen Block Butter in eine Auflaufform. Voilà: spontan Essen für neun Leute gezaubert. Keine üppigen Portionen, aber für den kleinen Hunger ausreichend. Während ich danach spülte (Hilfe lehnte ich ab, da sie nicht nötig war), gingen die Trainees wieder zum Theater zurück, wo sie sich auf die letzten Show vorbereiten mussten. Eine witzige Episode war das. Alles sehr spontan und unerwartet, aber witzig.
Ach ja, Essen? Ich hatte zwar nicht mit acht sondern mit drei gerechnet, aber gut. Ich kochte eine 500-Gramm-Packung Spaghetti, briet schnell drei kleingeschnittene Baby Marrows und eine Zwiebel an, und tat alles zusammen mit einem großen Block Butter in eine Auflaufform. Voilà: spontan Essen für neun Leute gezaubert. Keine üppigen Portionen, aber für den kleinen Hunger ausreichend. Während ich danach spülte (Hilfe lehnte ich ab, da sie nicht nötig war), gingen die Trainees wieder zum Theater zurück, wo sie sich auf die letzten Show vorbereiten mussten. Eine witzige Episode war das. Alles sehr spontan und unerwartet, aber witzig.
Vor der Show (die heute übrigens
aufgenommen wurde, Videomensch Dex Goodman war da) gab es erneut Busprobleme, der
Fahrer tauchte offenbar wieder nicht auf – also der Bus für die
Gruppe, die gestern schon aus demselben Grund nicht hatte kommen können.
Zukisani gelang es aber glücklicherweise, telefonisch genug Terror
zu machen, sodass die Gruppe mit Verspätung, aber immerhin überhaupt
kam. Ich verbrachte die Wartezeit draußen in der Kälte (ja,
tatsächlich) mit Yonela, bald kam Sinakho hinzu, Ine ebenso, und Nolan. Von der Clanwilliam-Truppe waren heute Alaric und Zac da.
Die Aufführung lief gut, es gab nur
einmal Projektor-Probleme, die aber witzigerweise fast geplant
wirkten. Der Saal war bis auf den letzten Platz voll, das Publikum
war nicht so energetisch wie das Premierenpublikum, aber mehr als
jenes gestern. Am Schluss der Aufführung wurde das letzte Lied
wieder über die Aufführung hinaus mitgesungen – weit über die
Aufführung hinaus sogar.
Danach wurde die Bühne aufgeräumt und abgetakelt. Ich machte Fotos des Ensembles und des Teams, und dann
ergab sich irgendwie spontan nebenbei eine Art Fotoshooting vor dem
grau gesprenkelten Vorhang.
Ich blieb als letzter mit Themba
zurück, half ihm noch beim Prozess des Verlassens des Theaters
(Lichter aus, abschließen und so). Dann fuhren wir die Straße
runter zum Trenchtown an der Ecke Lower Main/Station Rd, wohin Ine,
Sinakho und einige von Ines internationalen Freunden gegangen waren.
Zu uns stieß kurz darauf noch Lauren, eine Philosophiestudentin aus
Georgia, die Themba letzte Nacht auf einer Party kennengelernt hatte
und die seit einer Woche in Südafrika ist, um hier ein Projekt über
Gefängnisse zu machen/zu recherchieren. Die Stimmung an diesem Abend war gut, der Kellner langsam, die Themen streckten sich von der Show, die alle spitze gefunden hatten, hin zu, well, Trump.
Gegen halb zehn waren Themba und ich gekommen, um kurz vor eins nahm Sinakho ein Uber, während Ine und ich erst Ines Freundin Nina zu deren Wohnung in einer Parallelstraße der Station Rd brachten und dann selbst nach Hause gingen. Ein langer, voller, aber sehr sehr guter Tag war das, einer der besten seit langem.
Gegen halb zehn waren Themba und ich gekommen, um kurz vor eins nahm Sinakho ein Uber, während Ine und ich erst Ines Freundin Nina zu deren Wohnung in einer Parallelstraße der Station Rd brachten und dann selbst nach Hause gingen. Ein langer, voller, aber sehr sehr guter Tag war das, einer der besten seit langem.




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