Sa, 10.09.16
Letzte Nacht hatte ich einen Gast, einen kleinen und ungebetenen: eine Maus, winzig klein, schaute mich von neben meinem Bett an. Ine und Angélique hatten mir schon berichtet, dass wir Mäuse haben. Bisher waren sie aber „nur“ in den Gemeinschaftsbereichen, nicht in den Zimmern gesichtet worden. Meine Besucherin verschwand hinter meinem Bett und wahrscheinlich durch die wacklige, löchrige Fußleiste in Wand oder Boden hinein. Bei meiner Suche nach ihr fand ich Mäusekot auf dem Boden hinter meinem Bett. Ich schrieb sofort eine E-Mail an Theresa.
Der heutige Samstag war ansonsten nicht sonderlich spannend. Ein Highlight war noch, dass Angélique mir erzählte, dass Rachel letzte Woche extra Theresa habe kommen lassen, weil der Strom im Nachbarhaus plötzlich weg war. Theresa habe einen Schalter am Sicherungskasten umgelegt, mehr sei nicht losgewesen. Kurioserweise war das Problem vor einigen Wochen schon einmal aufgetreten, damals habe ich den Sicherungsschalter umgelegt und Rachel und Helen erklärt, der Kasten sei direkt neben der Eingangstür. Aber anstatt sich das zu merken, kann man natürlich auch Panik bei der Vermieterin machen, das macht schließlich einen guten Eindruck.
So, 11.09.16
Auch heute gibt es nicht viel zu berichten. Ich habe im Hof gesessen, ich habe „Serial“ gehört, „Auslöschung“ gelesen, weiter Fotos sortiert, derlei Dinge. Ich habe Pattypan (dt. Patisson) gegessen, eine Kürbisart, die sich als unspektakulär herausstellte. Alles in allem ein bewusst ruhiges Wochenende nach dem spannenden letzten und vor den ereignisreichen kommenden zwei.
Theresa hat auf meine Mäuse-Mail geantwortet: Justin werde Fallen bringen, Gift werde es nachbarkatzenbedingt nicht geben. Außerdem gab sie uns den Tipp, kein Essen herumliegen zu lassen. Ich überlege noch, ob ich ihr vorschlagen soll, sie könne die Fußleisten im ganzen Haus mal vernünftig ankleben lassen, das könnte auch helfen.
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