Mo, 12.09.16
Die Woche startete heute Morgen mit „meditation Monday“, heißt, wir versammelten uns alle auf der Bühne, um uns gemeinsam auf den Boden zu legen. Zukisani führte uns dann gedanklich in unsere Körper, in die nähere und letztlich die weitere Umgebung, bzw. führte er uns nicht, sondern wies uns vorab an, was wir tun sollten. Wir sind ja quasi alle Profis in derlei Dingen, da geht das auch ohne Dazwischengequatsche, war wohl sein Gedankengang.
Danach widmete ich mich wieder meinem liebsten Crowdfunding-Trailer, während Meghan am Culture Gangs Showcase herumorganisierte, das Mitte Oktober stattfinden soll. An dieser Stelle möchte ich einen Eindruck von der akustischen Untermalung geben, der wir im Büro häufig ausgesetzt sind. Zu hören sind hauptsächlich Meghan und im Hintergrund eine Probe von Lwanda: Klick!
Im Laufe des Nachmittags wurde ich tatsächlich fertig mit dem Video, alle freuten sich, Jenny H. gab mir ein dickes High Five. Am Abend jedoch bekam ich noch neues, professionelles Feedback, woraufhin ich das eigentlich schon fertige Video noch einmal umzumuddeln begann.
Das Wetter, ganz nebenbei bemerkt, wird übrigens spürbar besser, besonders im Vergleich zu meinen ersten Wochen hier. Wir hatten heute Sonne und sehr angenehme Temperaturen um die 23 Grad, schätze ich. Zwar ist es hier noch immer nicht so heiß wie in Deutschland momentan, aber dafür haben wir ja auch erst Frühling.
Di, 13.09.16
Weiter mit dem Video! Ich arbeitete erneut den ganzen Tag daran, teils wurde ich wegen technisch bedingter Wartephasen enorm kribbelig, aber wenige Minuten vor Feierabend hatte ich dann eine neue, schillernde, noch mal deutlich bessere Version als gestern, wie Jenny H. und ich befanden. Hat sich also gelohnt. Morgen wollen wir online gehen mit der Kampagne.
Aber noch mal einen Schritt zurück. Heute Mittag, als ich aus der Mittagspause zurückkam, saß im Büro ein älterer schwarzer Herr, der sich mir als David vorstellte. Wir reichten einander die Hand, und, als ich meine Hand zurückzog, weil ich mit dem Händeschütteln fertig war, setzte er zu einer weiteren Bewegung an, die aber mangels meiner Hand ins Leere ging. Jenny H. bemerkte das und lachte etwas von wegen „African handshake“. Den probieren mir tatsächlich andauernd Leute beizubringen, aber er ist immer ein wenig (oder komplett) anders als beim Mal davor, daher komme ich damit einfach nicht zurande. (Später heute übrigens noch einmal, diesmal mit Livie, der allerdings um meine Unfähigkeit weiß und nicht müde wird, sich darüber zu freuen.)
David – Margie erklärte mir später, er sei Fahrer für Magnet – stellte sich noch als ziemlich lustiger Typ heraus. Ich saß wieder hinter meinem Laptop und begann zu werkeln, da stand er auf einmal auf, kam zu mir herüber und zeigte mir sein altes Nokia-Handy. Ich guckte in sein Adressbuch, unsicher, was jetzt los sei, und er deutete auf einen Namen: Er habe einen Freund, der Jazz mit Vornamen heiße. Jazz!, lachte er, und ging guter Dinge zurück zu seinem Stuhl.
Manchmal weiß ich allgemein nicht genau, was in dem Büro eigentlich so passiert. Heute Nachmittag schienen fast alle irgendetwas zu tun, was nicht direkt Arbeit war. Honey war auf Facebook, Meghan korrigierte einen Text, den ihr Vater für die Hochzeit ihrer Schwester geschrieben hatte, und ich las Artikel im Internet, während ich auf Final Cut wartete. Kopfhörer, muss ich dabei anmerken, machen die Arbeit (und Nicht-Arbeit) angenehmer, wie Meghan und ich festgestellt haben.
Und zum Schluss hier noch einige der Fotos, die Mark Wessels (http://www.markwesselsphoto.com/), der offizielle Magnet-Fotograf, beim Clanwilliam-Finale geschossen hat:


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