Mo, 05.09.16
Nach einer großen Verabschiedungsrunde und einem letzten Mal getanztem und gesungenem „tanzani kosa zaze lio kumba ila ja“ (Schreibung nach sehr vagem Gehör) machten sich heute alle auf den Weg zurück dorthin, wo sie hergekommen waren oder als nächstes hinmussten, also zumeist Kapstadt.
Ich fuhr diesmal bei Themba im Magnet-Bus mit. Neben ihm und mir fuhren die acht Trainees, Honey, Zuks, Meghan und ich mit, und außerdem Clement, der ja ebenfalls in Obz wohnt, wie ich weiß, seit ich neulich bei ihm mitgefahren bin. Es war keine schlechte Fahrt: in Clanwilliam sah ich ein Schild, das nach Wuppertal wies; auf dem Weg gerieten wir in einige heftige und abrupt vorbeie Regenschauer; in Piketsberg hielten wir zum Tanken; die Leute hier (ausgenommen Themba) haben es alle nicht so mit den Sicherheitsgurten im Auto.
Als wir bereits an den Rändern von Kapstadt waren, gab es per Telefon Stress mit Lavona. Themba bat sie mehrfach und unter Aufwendung vieler guter Argumente und all seiner Überzeugungskraft, unser aller Gepäck, das in einem Anhänger hinter ihrem Van lag, nach Obz zu Magnet zu bringen. Lavona aber widersetzte sich aus fadenscheinigen Gründen über diverse Anrufe hinweg. Am Ende gab Themba frustriert auf und rief Mark an, um ihn nach einem Ausweg zu fragen, den sie dann auch fanden, Mark werde aushelfen. Kurz darauf allerdings rief Lavona Themba noch einmal an: jetzt gehe es auf einmal doch. Mark hatte sie anscheinend angerufen und seine Autorität spielen lassen.
Als wir kurz nach zwei am Theater ankamen, räumten wir sofort alles aus und weg. Rund eine Stunde später kam endlich auch Lavona vom Hiddingh Campus (nicht ohne vorher noch mehr komischen Stress per Telefon gemacht zu haben). Die Trainees verabschiedeten sich in eine einwöchige Pause, Meghan in eine eintägige (die ich morgen auch habe). Zuks, Honey und ich halfen Themba weiter mit dem Aufräumen. Dafür fuhren wir sogar noch zum Hiddingh Campus, um dort Dinge abzuliefern. Dort trafen wir mit Mariana und Kelly zwei, von denen wir uns am Morgen erst verabschiedet hatten.
Zuks und Honey gingen von Hiddingh aus ihrer eigenen Wege, ich fuhr mit Themba zurück zu Magnet. Armer Kerl im Übrigen, die letzte Woche hat ihn extrem mitgenommen. Seine Augenpartie sieht gerade zehn bis zwanzig Jahre älter aus, als er ist, so wenig Schlaf hat er bekommen und so viel und hart hat er gearbeitet. Ganz davon abgesehen übrigens ist Themba ein ziemlich großartiger Kerl, immer nett, immer freundlich, immer positiv. Toller Typ.
Gegen 17 Uhr war ich endlich zu Hause. Was folgte, waren Skype (Montreal, Markt Erlbach), Herumliegen und früh schlafen gehen. Die Woche war unbeschreiblich toll und wird mir für immer in Erinnerung bleiben – aber das war dann doch nötig.









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