Mi, 19.10.16
Heute standen wir früh auf, um vor den
Menschenmassen, die an einem sonnigen, wolkenlosen, heißen Tag wie
dem heutigen zu erwarten waren, am Tafelberg zu sein. Viertel nach
neun jedoch standen schon Menschen in einer bestimmt zweistündigen
Warteschlange vor dem Cable Car, der Seilbahn, die auf den Tafelberg
hinauf- und wieder hinunterfährt. Nach einigem Hin und Her, ob wir jetzt anstehen oder
hochlaufen oder ganz was anderes machen sollten, entschieden wir uns
für den Aufstieg. Julia prophezeite, dass das Unterfangen „kein
Zuckerschlecken“ werden würde, aber wir wagten es trotzdem.
Julia sollte Recht behalten, die Wanderung über die steilstufigen, unebenen Steinblöcke in der sengenden Sonne war enorm schweißtreibend und beinbelastend. Die zu Beginn des Weges zur Platteklip Gorge per Schild vorausgesagten 2,5 Stunden Aufstiegszeit unterboten wir dennoch: zwei Stunden fünfzehn brauchten wir.
Beim Aufstieg überholten wir bzw. wurden wir passiert gefühlt hauptsächlich von Deutschen; oben auf dem Plateau wimmelte es dann von Menschen aller Nationalitäten/Sprachen. Das waren dann diejenigen, die das Cable Car nach oben genommen hatten.
Julia sollte Recht behalten, die Wanderung über die steilstufigen, unebenen Steinblöcke in der sengenden Sonne war enorm schweißtreibend und beinbelastend. Die zu Beginn des Weges zur Platteklip Gorge per Schild vorausgesagten 2,5 Stunden Aufstiegszeit unterboten wir dennoch: zwei Stunden fünfzehn brauchten wir.
Beim Aufstieg überholten wir bzw. wurden wir passiert gefühlt hauptsächlich von Deutschen; oben auf dem Plateau wimmelte es dann von Menschen aller Nationalitäten/Sprachen. Das waren dann diejenigen, die das Cable Car nach oben genommen hatten.
Die Temperatur auf dem Tafelberg war deutlich
kühler und somit wesentlich angenehmer. Wir hatten einen wunderbaren
Ausblick auf Kapstadt und machten viele Fotos an unterschiedlichen
Stellen, bevor wir für 135 Rand pro Person (Paula hatte einen erinnerungswürdigen Moment, als sie beim Kauf der Tickets von der
Ticketverkäuferin auf 14 Jahre statt 25 geschätzt wurde) die Gondel nach
unten nahmen. Die Fahrt dauerte ernüchternde zwei, drei Minuten.
Wieder unten fuhren wir nach Camps Bay
an den Strand, bzw. kehrten wir zunächst in einem recht schicken
Restaurant an der Promenade ein, in dem ich mariniertes Hühnchen mit
Reis hatte. Dann aber gingen wir an den Strand auf der anderen
Straßenseite, weißer Sand, lang und deshalb optisch nicht allzu
voll, schönes, eiskaltes Wasser. Zweimal war ich kurz drin und ließ
mich von den im Laufe des Nachmittags immer höher werdenden Wellen
tragen bzw. überspülen. Doch nicht nur wurden die Wellen immer höher, auch der Wind wurde immer stärker; so stark, dass Sonnenschirme ins Meer gerissen wurden, und in einem unbeobachteten Moment offenbar auch mein Hut, den ich auf meine Decke gelegt hatte, als ich näher ans Wasser ging. Er ward auf jeden Fall nicht mehr gesehen. Schade, er hatte mir noch am Morgen so gute und wertvolle Dienste geleistet.
Gegen sechs – Paula war über den Tag immer brauner und brauner
geworden, ich sogar auch ein wenig – verließen wir den Strand; ich passte kurz auf die zwei Kühlboxen des ältesten der
Strandläufer, die in Dauerschleife ihre gekühlten Waren anpreisen,
auf (wegen WC); wir setzten uns draußen an der Promenade in bzw. vor eine Bar. Um
sieben ging die Sonne unter, wir verpassten ungeschickterweise den
Untergang fast, aber ich fing dann doch noch die letzten Strahlen ein. Und das Nachglühen natürlich.
Die Rückfahrt absolvierten wir mit
Bothy in einem Chevrolet. Bothy war vielleicht Mitte, Ende 20, aus
Zimbabwe, seit fünf Jahren in Kapstadt, und erzählte uns, dass
manche Uber-Fahrer bis zu 16 Stunden täglich fahren, er aber nur so
um die zwölf. Er interessierte sich dafür, dass Schule und
Universität in Deutschland kostenlos sind und verriet uns, dass er
fünf oder sechs Sprachen spreche. Er erzählte uns ein bisschen was über Klicklaute; Paula und Julia übten daraufhin den Rest
der Fahrt über auf dem Rücksitz ihre Klick-Skills.
Zurück in der Station Rd duschten wir uns Salz und Sand ab,
aßen Reste/Nudeln und verbrachten den Rest des Abends erneut
gemütlich/erschöpft.

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