Di, 01.11.16
Heute war wieder ein Wiki-Tag, sogar
ein kompletter. Ich bekam Feedback von Jennie, werkelte weiter,
wartete auf Jennie, bekam wieder Feedback, vertagte die
Veröffentlichung erneut, da noch immer nicht alles stimmt. Mit
Themba besprach ich die Clanwilliam-Reunion, die ich für das
kommende Wochenende am Organisieren bin. Und zwischendurch schaute
ich ein wenig bei Nwabisas Probe zu.
Nach Feierabend ging ich einkaufen. Auf
dem Weg traf ich wie immer Innocence vor dem Laden, den er bewacht.
Seit einer Weile begrüßen wir uns immer mit Handschlag und smalltalken
kurz, so auch diesmal. Da ich beim letzten Mal, das ich einkaufen gegangen bin, auf
der anderen Straßenseite lief und Innocence daher nicht sah,
begrüßte er mich heute mit „long time no see“. Er habe sich
gefragt, was los sei, wo ich sei. Dann erzählte er (auf meine
Nachfrage hin, ob alles gut und ruhig gewesen sei), dass vor ein paar
Tagen der Laden nebenan ausgeraubt worden sei, als er gerade in der
Mittagspause war. Die haben eben keinen Innocence, der sie beschützt.
Im Supermarkt bestätigte sich mal
wieder, dass man grundsätzlich immer die langsamste Kassenschlange/die mit einem Problem
wählt. Es sei denn, man wechselt die Kasse zwischendurch.
Dann wird die Schlange, zu der man wechselt, noch langsamer. Pick n Pay zur
Stoßzeit macht immer viel Spaß.
Mi, 02.11.16
Mein letzter offizieller Magnet-Tag!
Als ersten Tagesordnungspunkte dankte Jennie in einem kleinen
informellen Meeting zu dritt Meghan und mir und entschuldigte sich
für ihre zeitweilige grumpiness. Die sei dem ständigen Druck geschuldet, der
auf ihr und auf allen hier laste. Jennie wollte wissen, wie wir die
drei Monate bei Magnet gefunden hätten, was wir mitgenommen und gelernt haben.
Unser Feedback fiel durchaus positiv aus. Seltsam, dass es jetzt
vorbei sein soll. Ging am Ende dann doch irgendwie schnell vorbei, die Zeit.
Da ich Jennie gestern Abend noch eine
Wikipedia-Textversion geschickt hatte, bekam ich heute Feedback von
ihr und konnte weiterarbeiten. Ich schrieb den Geschichtsteil des
Artikels zusammen; der wartet nun als letzter Teil auf Jennies Okay.
Also kann ich das Ganze hoffentlich sehr bald online stellen.
Um eins versammelten wir uns zum gemeinsamen
Mittagessen in der Lobby, alle hatten etwas mitgebracht (ich: Vanillejoghurt und
Ananas). Jennie war nicht da, sie
hatte ein wichtiges Meeting, daher hatte sie auch direkt morgens
schon mit Meghan und mir gesprochen. Auch Margie fehlte, da sie heute
für ihre letzte Klausur morgen lernen musste. Dafür war heute Mark
wieder zurück. Er war einen Monat in Amsterdam gewesen, außerdem für eine Zeit in
Berlin, und für noch mehr Zeit an diversen anderen Orten in Europa. Viel rumgekommen ist
er in den letzten zweieinhalb Monaten. Das Ganze scheint ihm
allerdings gut getan zu haben, er wirkte entspannt und gelöst.
Den Potluck begannen wir mit einem
Ständchen für Beviol, die heute ihren 21. Geburtstag feierte. Dann
hielt Jenny H. eine Mini-Rede, bzw. dankte sie Meghan und mir und
überließ uns das Wort. Ich sagte wenig kreativ hauptsächlich ein
großes Danke an alle, Meghan sprach davon, wie die Trainees dem
Büro-Wahnsinn einen Sinn geben. Und dann wurde geschlemmt, zum
zweiten Mal innerhalb von drei Monaten.
Nach dem Essen gingen die Trainees in
aufgesplittete „23“-Proben. Die meisten probten draußen Lieder
mit Yonela, Nwabisa ließ auf der Bühne erst Zizipho, dann Emmanuel,
dann Livie einzeln ihre jeweiligen Parts proben. Und ich entschied,
mich nicht ins Büro zu setzen, sondern herumzulaufen und Fotos von
den Proben zu machen. (Irgendwann zwischendurch erfuhr ich außerdem
von Themba, dass sein Name auf Zulu „Hoffnung heißt.)
Um vier ließ Nwabisa im (enorm warmen) Theater einen Durchlauf
machen. Auch hierbei schoss ich Fotos. Die Arbeit an der Inszenierung ist seit letztem Mal so sehr fortgeschritten, dass sich die neue Fotosession absolut gelohnt hat.
Natasha fiel mitten in der Probe mit
schmerzverzerrtem Gesicht aus. Nwabisa, Themba, Jennie und Jenny H.
versammelten sich um Natasha, die zusammengesunken am Rand des Publikumsbereiches saß,
und schauten besorgt drein, während auf der Bühne direkt daneben die
Trainees minus eins den Durchlauf fortsetzten. Blinddarm womöglich,
wurde gemutmaßt. Natasha erzählte mir aber später, sie sei schon
beim Arzt gewesen und habe Medikamente bekommen. Also hoffentlich doch nicht Blinddarm?
Gegen viertel vor fünf war der
Durchlauf vorbei, ich redete noch kurz mit Nwabisa darüber. Ich bot ihr außerdem an, ich könne auch weiterhin zu
ihren Proben kommen und sie unterstützen, was sie dankend annahm.
Nächste Woche ist Premiere, so kurz davor kann sie naturgemäß alle
Hilfe gebrauchen (was sie später am Abend auch gleich ausnutzte, als
sie mich anschrieb und fragte, ob ich am Programmzettel und am Sound etwas für
morgen vorbereiten könne).
Dann ging ich zurück ins Büro, packte
meine Sachen und sagte den noch Anwesenden oben und dann auch denen unten im
Theater tschüss (von Livie bekam ich ein herzliches „Ciao, my
nigger!“ sowie die Handschlag-Variante, die er mir im Laufe der Zeit tatsächlich beizubringen geschafft hatte). Das Tschüss sagte ich allerdings nicht, ohne allen zu versichern, dass
ich ganz bald wieder vorbeischauen werde. Wie gesagt wahrscheinlich
zu Nwabisas Proben. Und spätestens Montagabend, da wird ein book
launch des 25-Jahre-Magnet-Buchs im Theater stattfinden, zu dem ich vermutlich hingehen werde.
War ein sehr schöner letzter
(offizieller) Tag. Danke, Magnet Theatre!

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